Treffend formuliert!

Da muss ich mich dann in Sachen Gewaltverzicht doch korrigieren: Das braune Pack sollte jede anständige Kurve selbstständig aus dem Block prügeln. Das haben wir früher so gemacht, das wird in Frankfurt heute noch so gemacht. Und da bin ich stolz drauf.

Peter Fischer, der Vereinspräsident von Eintracht Frankfurt, in einem generell sehr guten Interview mit der 11Freunde. Dem ist nichts hinzuzufügen. Danke für diese Worte.

Wenn aus dem Vogel einfach kein Widerkäuer werden will…

Hamburg im Februar 2013

Thorsten Fink
Quelle: Mopo, 21.2.2013

„Die ständigen Wechsel auf dieser wichtigen Position haben den Verein in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zurückgeworfen“

Frank Arnesen

„Thorsten passt so richtig gut zu Hamburg. Unter seiner Leitung ist die Mannschaft auf dem richtigen Weg“

Frank Arnesen

„Ich denke, Thorsten kann für eine lange Zeit unser Trainer bleiben.“

Frank Arnesen

„Ich gehe davon aus, dass die schönste Zeit erst noch vor uns liegt.“

Thorsten Fink

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Auswärts Ätzend

Wir schreiben ja sonst nie Auswärtsberichte, aber heute kribbelt es uns gewaltig in den Fingern.

Ja, das Spiel war verdammt ärgerlich und wenn Ratsche keine Puste mehr hat…blablabla, seis drum, auf und ab, passiert.

Das Verhalten vieler Fans in der Kurve löst bei uns jedoch unüberwindbaren Brechreiz aus. Wir waren im Gästeblock zeitweise mehr damit beschäftigt den Blick über unsere Schultern zu werfen, ob wir von den ätzenden Sexisten drei Reihen über uns weiteres Gepöbel oder Bedrohungen zu erwarten haben, als die Tore zu feiern.
Nur weil wir Auswärts sind, heißt das doch nicht, dass wir uns daneben benehmen müssen, oder?
Diese unglaubliche Ignoranz mancher Menschen in der Kurve ist einfach nicht auszuhalten. Es wird so stark rumgemackert, dass sich andere Menschen in der Kurve davon eingeschränkt fühlen. Es wird nicht verstanden, dass Diskussionen nicht mit den Armen um den Hals des unbekannten Gegenüber geführt werden. Es wird nicht verstanden, dass Pauli-Paardie nicht heißt, seine Hemmungen zu verlieren.

Und wir verstehen nicht, warum sich nicht von allen Seiten solidarisiert wird. Es wird beschwichtigt. Denn „er meinte es ja nicht so“, „der ist nunmal so“, „er ist betrunken“, „denn eigentlich ist er ganz nett“.

Das ist uns Scheißegal! Solche Menschen möchten wir nicht neben uns im Stadion haben.

Wenn die Masse der Menschen, denen dieses Verhalten egal ist, oder die sich mit diesem solidarisieren größer ist, als die Masse der Menschen, die sich gegen diese scheiß Sexisten stellen, dann ist etwas faul auf der Insel der Glückseligkeit.

Lasst uns nicht verhungern…

Da rumorten schon seit Tagen die Gerüchte und der Sankt Pauli Buschfunk funktionierte mal wieder prächtig. Aber jetzt wo es öffentlich ist, ist es irgendwie nochmal definitiver und macht uns einfach traurig. Bitte tut alles dafür, dass dieser tolle Laden erhalten bleibt.

Wir dokumentieren hier die Stellungnahme des Backbord-Teams

„Liebe Gäste, Freunde, Nachbarn,

leider müssen wir euch mitteilen, dass uns Mitte Juli überraschenderweise die Kündigung unseres Mietverhältnisses zugesandt wurde. Darin werden wir aufgefordert, die Räume in der Clemens-Schultz-Str. 41 bis zum 30.10.2013 zu räumen. Die Kündigung wurde nicht inhaltlich begründet.

Diese Entscheidung des Vermieters hat uns völlig unerwartet getroffen, zumal wir eine mündliche Zusage über einen langfristigen Verbleib an diesem Standort bekommen haben.
Dennoch werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um über den Kündigungstermin hinaus in diesen Räumen zu nutzen. Unser wichtigstes Anliegen ist es, das „Backbord“ und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten. Allerdings können wir uns zur Zeit nicht vorstellen, langfristig an diesem Ort zu bleiben.
Lasst uns gemeinsam nach neuen Räumen suchen!

Dieser Fall ist nur ein Beispiel von vielen!
Die Willkür der Vermieter verschärft sich stetig.
Gewissenhaftes Handeln mit und für Menschen in den betroffenen Stadtteilen rücken in den Hintergrund.
Der Austausch und die Vernetzung zu dieser Thematik werden immer unausweichlicher.

Für ein solidarisches Miteinander.
Mietenwahnsinn stoppen!

Vielen Dank im Voraus für jegliche Unterstützung!

Euer Backbord-Team

Hamburg, im August 2013″

Kommen wir da überhaupt rein?

Hier mal ein paar Auszüge aus der Stadionordnung des SC Preußen 06 e.V. den wir am kommenden Wochenende besuchen dürfen. Hoffentlich.

6. Der Verein SC Preußen 06 e.V. Münster spricht sich ausdrücklich gegen fremdenfeindliche, rassistische, gewaltverherrlichende, antisemitistische, links-, ausländer- und rechtsextreme Tendenzen aus.

Daher können Personen, die insbesondere von ihrem äußeren Erscheinungsbild in Zusammenhang mit ihrer politischen Einstellung den Eindruck einer extremen Haltung erwecken, von Veranstaltungen ausgeschlossen werden.
[…]
Weiterhin können Personen, die eine solche extreme Haltung durch Fahnen, Propagandamaterial oder Ausrufe darstellen, von Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

1. Besuchern, die sich im Geltungsbereich dieser Stadionordnung befinden, ist das Mitführen folgender Sachen untersagt:
[…]
n. gewaltverherrlichendes, rassistisches, fremdenfeindliches, antisemitisches sowie rechts- und linksradikales Propagandamaterial;

2. Den Besuchern ist weiterhin verboten:
[…]
l. gewaltverherrlichende, rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische sowie rechts- und linksradikale Parolen zu äußern oder zu verbreiten sowie Bevölkerungsgruppen durch Äußerungen, Gesten oder sonstiges Verhalten zu diskriminieren;

Besonders schwammig formuliert ist dieser Punkt:

5. Ebenso ist es verboten, sich im Umfeld und bei Veranstaltungen im Sinne dieser Stadionordnung mit anderen zusammenzurotten. Eine Zusammenrottung liegt vor, wenn mehrere Personen zu einem gemeinschaftlichen Handeln mit erkennbarem Willen auf Störung des öffentlichen Friedens zusammentreten.

Stehen wir dann im Block alle einzeln? Was ist Störung?

Noch Fragen? Also wir hätten da einige…
die Betreiber*innen dieses Blogs dürfen das Spiel auf jeden Fall nicht sehen.