Archiv der Kategorie 'Dinge die beschäftigen'

Lasst uns nicht verhungern…

Da rumorten schon seit Tagen die Gerüchte und der Sankt Pauli Buschfunk funktionierte mal wieder prächtig. Aber jetzt wo es öffentlich ist, ist es irgendwie nochmal definitiver und macht uns einfach traurig. Bitte tut alles dafür, dass dieser tolle Laden erhalten bleibt.

Wir dokumentieren hier die Stellungnahme des Backbord-Teams

„Liebe Gäste, Freunde, Nachbarn,

leider müssen wir euch mitteilen, dass uns Mitte Juli überraschenderweise die Kündigung unseres Mietverhältnisses zugesandt wurde. Darin werden wir aufgefordert, die Räume in der Clemens-Schultz-Str. 41 bis zum 30.10.2013 zu räumen. Die Kündigung wurde nicht inhaltlich begründet.

Diese Entscheidung des Vermieters hat uns völlig unerwartet getroffen, zumal wir eine mündliche Zusage über einen langfristigen Verbleib an diesem Standort bekommen haben.
Dennoch werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um über den Kündigungstermin hinaus in diesen Räumen zu nutzen. Unser wichtigstes Anliegen ist es, das „Backbord“ und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten. Allerdings können wir uns zur Zeit nicht vorstellen, langfristig an diesem Ort zu bleiben.
Lasst uns gemeinsam nach neuen Räumen suchen!

Dieser Fall ist nur ein Beispiel von vielen!
Die Willkür der Vermieter verschärft sich stetig.
Gewissenhaftes Handeln mit und für Menschen in den betroffenen Stadtteilen rücken in den Hintergrund.
Der Austausch und die Vernetzung zu dieser Thematik werden immer unausweichlicher.

Für ein solidarisches Miteinander.
Mietenwahnsinn stoppen!

Vielen Dank im Voraus für jegliche Unterstützung!

Euer Backbord-Team

Hamburg, im August 2013″

Kommen wir da überhaupt rein?

Hier mal ein paar Auszüge aus der Stadionordnung des SC Preußen 06 e.V. den wir am kommenden Wochenende besuchen dürfen. Hoffentlich.

6. Der Verein SC Preußen 06 e.V. Münster spricht sich ausdrücklich gegen fremdenfeindliche, rassistische, gewaltverherrlichende, antisemitistische, links-, ausländer- und rechtsextreme Tendenzen aus.

Daher können Personen, die insbesondere von ihrem äußeren Erscheinungsbild in Zusammenhang mit ihrer politischen Einstellung den Eindruck einer extremen Haltung erwecken, von Veranstaltungen ausgeschlossen werden.
[…]
Weiterhin können Personen, die eine solche extreme Haltung durch Fahnen, Propagandamaterial oder Ausrufe darstellen, von Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

1. Besuchern, die sich im Geltungsbereich dieser Stadionordnung befinden, ist das Mitführen folgender Sachen untersagt:
[…]
n. gewaltverherrlichendes, rassistisches, fremdenfeindliches, antisemitisches sowie rechts- und linksradikales Propagandamaterial;

2. Den Besuchern ist weiterhin verboten:
[…]
l. gewaltverherrlichende, rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische sowie rechts- und linksradikale Parolen zu äußern oder zu verbreiten sowie Bevölkerungsgruppen durch Äußerungen, Gesten oder sonstiges Verhalten zu diskriminieren;

Besonders schwammig formuliert ist dieser Punkt:

5. Ebenso ist es verboten, sich im Umfeld und bei Veranstaltungen im Sinne dieser Stadionordnung mit anderen zusammenzurotten. Eine Zusammenrottung liegt vor, wenn mehrere Personen zu einem gemeinschaftlichen Handeln mit erkennbarem Willen auf Störung des öffentlichen Friedens zusammentreten.

Stehen wir dann im Block alle einzeln? Was ist Störung?

Noch Fragen? Also wir hätten da einige…
die Betreiber*innen dieses Blogs dürfen das Spiel auf jeden Fall nicht sehen.

„Bekackte Deutsche, nichts hat sich geändert…“

Vor einigen Tagen las ich einen Kommentar von Jean-Philipp Baeck in der Taz. In diesem ging es um eine Bürgerratssitzung in Bremen-Vegesack (Näheres bei EndOfRoad). Enden tat der Kommentar so:

„Was in Vegesack passiert ist, ist eine Schande. Und es macht Angst. Nicht auszudenken, wie es werden soll, wenn die Wutbürger richtig loslegen. Schon die Beiratssitzung erinnerte jene, die es erlebt haben, an die Zeit Anfang der 1990. Es liegt nun an allen Vernunftbegabten, zu verhindern, dass Vegesack Schule macht.“

Meiner erster Gedanke war: „Zu spät, Vegesack hat schon lange Schule gemacht.“

Bestätigt wurde ich leider schon heute.

In Berlin kam es gestern zu einer Informationsveranstaltung die der*die gemeine Deutsche Wutbürger*in nur zu gern besuchte. Es waren auch einige Antifaschist*innen vor Ort, die sich jedoch einer Übermacht an widerlichen Deutschen gegenüber sehen mussten. An die Zeit Anfang der 1990er Jahre erinnerten hier die Falschen.

Wer sich das ganze wirklich antun möchte, kann das hier tun. 87 1/2 Minuten rassistischer deutscher Volksmob (oh, entschuldigt diesen Pleonasmus).

Bekleidungsvorschrift

Bei den B-Fans handelt es sich überwiegend um Angehörige der Gruppierung „Ultras St. Pauli (USP)“, die vornehmlich in schwarzer Bekleidung anzutreffen sind oder zum Teil auch braune Trainingsjacken und schwarze Wollmützen mit dem Emblem der „USP“ tragen („Che Guevara“-Kopf und die Buchstaben „USP“).


Informationsaustausch Fußball

Wisst ihr bescheid.

Wir können auch Sexismus

Dass Upsolut (Betreiber der FC St. Pauli Fanshops) viel kann, wissen wir bereits. Jetzt beweist dieser Topvermarkter, dass er natürlich auch Sexismus kann. Wieso auch nicht?! Können so viele andere Unternehmen ja auch.

Ich bin dem Fanshop wirklich unfassbar dankbar, dass es nun endlich (wieder*) ein FC St. Pauli Frauen Shirt in Pink gibt. Wie haben wir nur vorher ohne überlebt? Und wieso es das Shirt in Pink NUR für Frauen gibt? Naja, offensichtlich ist auch Upsolut klar: Frauen sind nunmal pink – Männer nicht. Natürlich.

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