Auswärts Ätzend

Wir schreiben ja sonst nie Auswärtsberichte, aber heute kribbelt es uns gewaltig in den Fingern.

Ja, das Spiel war verdammt ärgerlich und wenn Ratsche keine Puste mehr hat…blablabla, seis drum, auf und ab, passiert.

Das Verhalten vieler Fans in der Kurve löst bei uns jedoch unüberwindbaren Brechreiz aus. Wir waren im Gästeblock zeitweise mehr damit beschäftigt den Blick über unsere Schultern zu werfen, ob wir von den ätzenden Sexisten drei Reihen über uns weiteres Gepöbel oder Bedrohungen zu erwarten haben, als die Tore zu feiern.
Nur weil wir Auswärts sind, heißt das doch nicht, dass wir uns daneben benehmen müssen, oder?
Diese unglaubliche Ignoranz mancher Menschen in der Kurve ist einfach nicht auszuhalten. Es wird so stark rumgemackert, dass sich andere Menschen in der Kurve davon eingeschränkt fühlen. Es wird nicht verstanden, dass Diskussionen nicht mit den Armen um den Hals des unbekannten Gegenüber geführt werden. Es wird nicht verstanden, dass Pauli-Paardie nicht heißt, seine Hemmungen zu verlieren.

Und wir verstehen nicht, warum sich nicht von allen Seiten solidarisiert wird. Es wird beschwichtigt. Denn „er meinte es ja nicht so“, „der ist nunmal so“, „er ist betrunken“, „denn eigentlich ist er ganz nett“.

Das ist uns Scheißegal! Solche Menschen möchten wir nicht neben uns im Stadion haben.

Wenn die Masse der Menschen, denen dieses Verhalten egal ist, oder die sich mit diesem solidarisieren größer ist, als die Masse der Menschen, die sich gegen diese scheiß Sexisten stellen, dann ist etwas faul auf der Insel der Glückseligkeit.


2 Antworten auf „Auswärts Ätzend“


  1. 1 Calle 02. September 2013 um 15:30 Uhr

    Kann und muss ich leider so unterschreiben. Wie sich auch in der Bahn gegenüber Frauen verhalten und was für Lieder gesungen wurden (Achtung Sexsismus Pur: http://www.youtube.com/watch?v=LUHCIq3_HWE). Und komme mir keiner mit, das ist nur Auswärts, die sind sonst nie da. Da helfen dann auch keine „Fight Sexism“-Aufkleber in der gleichzeitig verkauften Basch. Also nicht falsch verstehen, das eine hat erstmal nichts mit dem anderen zu tun, aber parallel diese beiden Extreme zu sehen ist schon schwer verständlich. Auf einzelne Ansprachen von untereinander bekannten Leuten, man legt sich ja nicht einfach mit 40 ziemlich angeschossenen Typen an, kamen die oben schon genannten Beschwichtigungen.

  1. 1 Der #FCSP verliert – in Berlin und Bene | KleinerTods FC St. Pauli Blog Pingback am 03. September 2013 um 19:26 Uhr
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