Archiv für Dezember 2012

Polizei Bremen spielt beleidigte Leberwurst.

Heute seit langem mal wieder durch die Polizeipresse gestöbert. Und siehe da, die Polizei Bremen hat eine Perle unter den Polizeipressemeldungen rausgehauen.

POL-HB: Nr.: 0673--Polizisten sind auch Fußballfans--

Schon dieser Titel liest sich wie die ewige „Ey, lasst uns mal in Ruhe, Polizisten sind auch Menschen“-Leier. Die wird immer dann rausgeholt, wenn man Fehltritte der unfehlbaren Polizei nicht mehr leugnen kann. Dann wars halt ein menschlicher Fehler, der doch jedem mal passieren kann.

Anlässlich der Bundesligabegegnung zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg wurden in der Ostkurve im Werder-Fan-Block für kurze Zeit Banner mit beleidigenden und diffamierenden Aufschriften gegen die Polizei Bremen und einen Einsatzleiter gezeigt.

Soweit so gut. Feststellung der Tatsachen.

Dann kommt jedoch ein Zitat für das sich der Präsident der Bremer Polizei schämen sollte.

„Ich habe keinerlei Verständnis für persönliche Diffamierungen von Polizeibeamten und Hetze gegen die Polizei Bremen. Wir sind auch Fußballfans, Anhänger von Werder Bremen und freuen uns nicht nur über eine erfolgreiche Mannschaft, sondern vor allem über ein gewaltfreies und sicheres Fußballerlebnis. Dafür setzen wir uns bei jedem Heimspiel ein!“

Was Hetze und Diffamierung angeht sollte sich die Polizei doch bitte mal an die eigene Nase fassen, wie Hansi Küpper schon öffentlich feststellte.
Das die Bremer Polizisten allesamt Anhänger des SV Werder Bremen sind, wagen wir ebenfalls anzuzweifeln.

In der Angelegenheit wurden Strafanzeigen gefertigt und die Ermittlungen aufgenommen.

Unser größter Dank gilt der Polizei Bremen, die mit dieser Strafanzeige für ein „gewaltfreies und sicheres Fußballerlebnis“ sorgt!-.-

Die Gerüchteküche sagt, dass auf den Bannern folgendes stand:
1. „Racial Profiling, euer Ernst? – Bremer Polizist_innen, Mörder_innen und Rassist_innen!“
2. „Zwei Anzeigen sind zwei zuviel, Pusch du pietätloses Bullenschwein!“
Nun gut, die Wortwahl des Bremer Anhangs war sicher nicht die freundlichste. Wenn mensch aber immer wieder mitbekommt wie die Polizei mit Fußballfans umgeht (Beispiele? 1,2 usw.) dann wurde vielleicht auch einfach nur ganz banal die Wahrheit gesagt.

Leverkusen unpolitisch

Beim Betrachten dieses Bildes ist es schon schwer möglich nicht zu lachen.
LEVNONPOLITICS

Bei diesem stellt mensch dann fest, dass der Geburtsort der Dummheit die Nordkurve in Leverkusen sein muss.
LEVNONPOLITICS2

Aber nach Intelligenz wird in Leverkusen ja eh nicht selektiert:

Strukturell gab es vor einigen Jahren eine wesentliche Änderung im Mitgliederkonzept, das nun vorsieht nicht mehr jeden in die Gruppe aufzunehmen, sondern die Leute vorher auf Mentalität und Einsatzbereitschaft zu prüfen und zu selektieren. Zudem ist eine Mitgliedschaft erst nach der Vollendung des 16. Lebensjahres und nach positiver Beurteilung eines Probejahrs möglich

- via Ufftas Leverkusen (einen Direktlink dahin sparen wir uns an dieser Stelle, das wollen wir euch nicht antun. Außerdem würden wir gern mal sehen wie mensch Mentalität prüft/misst.)

Leverkusen. So unpolitisch wie Kategorie C.

Update:
Auch afterchangeswearemoreorlessthesame hat sich diesem Thema, mit dem gebührenden Maß an Sarkasmus, angenommen.

Ein letztes Mal…

… vor der Winterpause: Tweetgesammle III. Die Lieblingstweets von gestern (was sind wir heute erschreckend zeitnah):

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Tweetgesammle II

Mit Verspätung, aber da sind sie: Unsere Lieblingstweets vom letzten Spieltag.

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Auch öDDel in die Stadien!

Jede*r kann seine Vereinspräferenzen ja setzen wie sie/er mag, aber heute sind auch wir sehr solidarisch mit der SG Dynamo, bzw. ihren Fans.

Da spricht der DFB einen Ausschluss aus dem nächsten DFB Pokal aus. Und warum?

In der mündlichen Verhandlung hatte der als erster Zeuge geladene Klaus-Dieter Dunkel von der DFB-Kommission Prävention und Sicherheit die Dynamo-Anhänger schwer belastet. Sie hätten einen «äußerst aggressiven Eindruck gemacht. Man hat zum Teil hasserfüllte Gesichter gesehen», sagte Dunkel.

Spox

Is‘ ja super. „Hey, guck nicht so böse! Das macht mir Angst!“ – ist das wirklich der zum Zitieren am besten geeignete Teil der Zeugenaussage? Super. Da haben die Taliban der Fans aber mal wieder kräftig um sich gehauen, mit ihren fiesen hasserfüllten Gesichtern. ‚Tschuldigung, lach doch mal. Jedes ordentliche Gericht hätte so eine Übertreibung in einer Zeugenaussage als „Verurteilungswillen“ seitens des Zeugen abgetan.

Solche Stadionüberfälle sind Anschläge auf den Fußball im Allgemeinen, die einer konsequenten Ahndung bedürfen.

Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, in seiner Urteilsbegründung. – via Kicker

Der arme Fußball. Wirklich. Diese Fans nerven uns ja auch schon lange. Die planen ständig von langer Hand Anschläge auf den armen kleinen Fußball, den sie überhaupt nicht mögen, und dieser kann sich nicht dagegen wehren. Da ist er, der niedliche Fußball, tut niemandem etwas und dann kommen einfach Menschen daher und versauen alles.
Ist ja auch so super praktisch einfach mal so pauschal für alle Strafen auszusprechen, auch für Unbeteiligte. Und dann wiederum schon verhandelte Ausschreitungen wieder mit in den Topf zu nehmen, um die nächste Strafe noch härter ausfallen zu lassen. Der Fehler ist nämlich natürlich nicht das Verhängen von Kollektivstrafen im Allgemeinen. Also wirklich. Nein nein. Die Strafe war nur einfach noch nicht schlimm genug. Da muss man halt noch mal härter durchgreifen! Sonst fühlt sich ja keiner mehr sicher.

Die Inspiration zum Titel nahmen wir daher