Einen Schritt voran! oder zurück?

Da ist sie nun, die Stellungnahme des Vereins zum DFL-“Diskussions“papier „Sicheres Stadionerlebnis“

Zu dem Papier haben nun schon viele ihren Senf gegeben. Doch fast alle haben es geschafft mehr Inhalt hinein zu bringen als es unser Verein tut. Erstmal: Das Ergebnis ist gut. (Wenn denn mit dieser Stellungnahme auch gesichert ist, dass das Papier auch abgelehnt wird)
Doch der Weg ist bekanntlich das Ziel.
Mensch hat fast das Gefühl, dass ein eingeschnappter Dr. Gernot Stenger sich der Mehrheit im Verein beugen musste und evt. sogar die kommende JHV fürchtete und deshalb lieber den anderen folgt. Schade. Er hat offensichtlich die Kritik daran nicht verstanden, denn ansonsten gäbe es keinen anderen Schritt, als diese „Diskussion“ abzubrechen.
Die Stellungnahme ist eine schwammige „Wir-wollen-uns-nicht-festlegen“-Aussage. Argumente sind schwach, beziehungweise durch Wortwahl noch weiter abgeschwächt.
Hätte der Verein die Worte des MagischenFcBlogs aufmerksam gelesen, wären Sätze wie dieser gar nicht erst zu Stande gekommen:

„In diesem Kontext erscheint es zudem sinnvoll, bestimmte Grundsätze des „Fußballstrafrechts“ zu konkretisieren, dabei stärker zu differenzieren und mit klassischen Strafrechtgrundsätzen zu synchronisieren.“

Der Verein fordert also einen Ausbau der Untergrabung des Gewaltmonopol des Staates und des Rechtsstaates. Wünsche ich mir manchmal auch. Aber nicht so!

Abgesehen von der Tatsache, dass der Verein erst einmal nicht mehr an der Diskussion teilnimmt geht mensch mit dieser Stellungnahme eher einen Schritt zurück, als voran!

P.S.: Liebe Vereinsmitarbeiter, schaut euch doch bitte nochmal die Stellungnahme von Union Berlin an. Vielleicht merkt ihr dann, wie peinlich eure Stellungnahme ist.

P.P.S.: Herr Stenger, bitte rufen sie sich doch noch einmal ins Gedächtnis, dass sie nicht der Vertreter ihrer eigenen Meinung sind, sondern der des Vereins und seiner Gremien!